Verbrennungen und Brandwunden
Auf die "Erste Hilfe" kommt es an!
Eine Verbrennung ist eine Schädigung der Haut und des darunter liegenden
Gewebes. Eine Verbrennung wirkt sich meist auf den gesamten Organismus aus.
Die größten Gefahren bei einer Verbrennung sind die Infektion
der Wunden, evtl. auftretende Atemstörungen und der Schockzustand
ausgelöst durch den großen Flüssigkeitsverlust bei großen Brandwunden im
Zusammenspiel mit den Schmerzen.
Die schwere der Verbrennung ist abhängig von der Temperatur,
der Einwirkungszeit und der geschädigten Oberfläche. Um die Zusammenhänge zu
verstehen ist es erforderlich sich
den Aufbau
der Haut: etwas näher zu betrachten:
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Die Haut besteht aus drei Schichten:
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In der Medizin misst man die schwere einer Verbrennungen, wie im Aufbau der Haut eingezeichnet, in drei verschiedene ...
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Verbrennungsgrade: |
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| 1. Grades | Oberflächliche
Rötung wie bei einem leichten
Sonnenbrand. Heilt ohne weiteren Eingriff nach 5 - 10 Tagen. |
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| 2a. Grades | Oberflächliche
Blasenbildung,
der Wundgrund ist feucht.
Heilt ohne operativen Eingriff nach 2 - 3 Wochen. |
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| (2b. Grades tief) | Blasenbildung,
grau-weißliche Verfärbung, der Wundgrund ist trocken. Heilt nur nach operativem Eingriff und hinterlässt Narben. |
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| 3. Grades | Grau-weiß
verfärbte, ledrige Hautbezirke, trockener Wundgrund, alle Hautschichten sind zerstört. Muss operiert werden, hinterlässt Narben. |
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Die Verbrennungsstadien werden in den seltensten Fällen
alleine auftreten, sondern meist in gemischter Form vorliegen. |
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Errechnen
der Verbrennungsfläche:
Wie eingangs schon erwähnt ist die Bestimmung der verbrannten Oberfläche ein
wichtiges Indiz für das richtige einschätzen des Ausmaßes der Verbrennung.
Schon ab ca. 15%
(bei Kindern 10%) erst- bis zweitgradigen Verbrennungen tritt
eine Gefährdung
der Vitalfunktionen ein.
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Um dies einschätzen zu können gibt es die
sog. Neunerregel.
Hier wird der Körper eines Erwachsnen wie folgt in 9%-Schritten in Flächen
aufgeteilt:
Bei Kleinkindern bei Kleinkindern bis 5 Jahren setzt sich die Körperoberfläche etwas anders zusammen! (siehe rechts) |
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(Erwachsene) |
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(Kinder bis 5 Jahre) |
Sie sehen wie schnell die lebensbedrohlichen
10 bzw. 15 % Oberflächenverbrennung zusammen kommen können.
Beim Sonnenbad
ungeschützt eingeschlafen:
der komplette Rücken mit Verbrennungen 1. bis 2.Grades und Sie sind schon mit 3
% über die Lebensbedrohung hinaus, rechnet man nun damit, daß Sie die Beine
und Arme sicherlich nicht abgedeckt hatten sind Sie
ein Fall für
die Intensivstation oder ein spezielles Verbrennungsbett!
Das
Inhalationstrauma:
bedeutet,
dass die Luftwege, hauptsächlich im Mund-, Nasen- und
Rachenraum durch
das Einatmen von Flammen und heißen Gasen verbrannt sind.
Dies geschieht beispielsweise bei Stichflammen und Explosionen.
Die große Gefahr hierbei ist das rasche Anschwellen, der Schleimhäute in den Luftwegen, was zum Ersticken führen kann. Weisen Sie die Feuerwehr und das Rettungsdienstpersonal deshalb auch dringend auf die Umstände der Verbrennung hin.
Wenn
eine Person in Flammen steht,
darf diese auf keinen FALL weg rennen! Das Brennen der
eigenen Kleidung produziert beim Betroffenen Angst und er möchte davon laufen
um beispielsweise das nächste Wasser zu erreichen, doch der hierbei
entstehende Luftzug facht die Flammen nur weiter an und vergrößert die
Verbrennungen!
| Halten
Sie die brennende Person unter allen Umständen auf. Es ist die einzige Chance schlimmere Verbrennungen zu verhindern. Werfen Sie eine brennende Personen zu Boden, und ersticken Sie die Flammen mit einer Wolldecke bzw. durch hin und herwälzen der Person auf dem Boden oder verwenden Sie einen Feuerlöscher, wenn dieser inzwischen zur Hand ist. |
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Achtung
beim Ersticken mit einer Decke:
Bei Verwendung von synthetischen
Fasern zum Ersticken von Flammen und Glut besteht die Gefahr des Einbrennens
in die Haut. Brandverletzungen werden so verschlimmert statt gemildert.
Keine Synthetikdecken/-fasern verwenden!
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Wenn
Sie einen Feuerlöscher verwenden: |
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